... von Anke Poggel

Bitte, versuchen Sie immer erst abzuklären, ob der gefundene Vogel tatsächlich Hilfe benötigt, oder ob er nur aus Unwissenheit mitgenommen wurde und eventuell unter Beobachtung an den Fundort zurück gebracht werden kann.

Menschlicher Hilfe bedürfen eigentlich nur

- Verletzte oder kranke Jungvögel
- Noch nackte, unbefiederte Jungvögel
- Katzenopfer
- Am Boden gefundene Mauersegler und Schwalben

Steht fest, dass der Vogel tatsächlich Ihre Hilfe braucht, so sollten die folgenden Punkte als Erste-Hilfe-Maßnahmen befolgt werden:

Fühlt sich der Vogel kühl an, ist er nackt (unbefiedert)?
Wärmen Sie den Vogel zunächst mit Ihren Händen und durch Anhauchen, bis er sich wieder warm anfühlt. Danach betten Sie ihn in ein Nest, das mit warmen Wollsocken ausgelegt ist. Halten Sie den Vogel warm, zum Beispiel mit einer unter das Nest gelegten Wärmflasche. Die Temperatur im Nest sollte etwa 30°C betragen, solange der Vogel noch keine Federn hat.
Bringen Sie das Nest mit dem Vogel in einem luftdurchlässigen, ausbruchsicheren Karton unter.
Was soll ich dem Vogel als erstes verabreichen?
Geben Sie dem Vogel zuerst vorsichtig einen Tropfen Traubenzuckerlösung (ca. zehnprozentig). Wenn es nicht zu lange dauert, können Sie auch in einer Apotheke Elotrans oder Oralpädon besorgen und auflösen. Die Lösung nicht in den offenen Schnabel geben, sondern tropfenweise an den Rand des geschlossenen Schnabels. Der Tropfen wandert dann von allein nach innen und wird vom Vogel abgeschluckt.
Was kann ich erst einmal verfüttern? 

Notfallnummer

In dringenden Notfällen versuchen wir für Sie erreichbar zu sein:
Notfallhandy: 0171-7302553
Bitte rufen Sie vorher in unserer Praxis an, ob Sie dort nicht jemanden erreichen können!

Kontakt

Tierärztliche Gemeinschaftspraxis 
Dr.med.vet. Reinhard Schramm
Dr.med.vet. Wolfgang Eisele
Kastanienweg 19
D-91058 Erlangen
Tel.: 09131-65041/65042
Fax: 09131-63616