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Nach dem Aufwachen aus der Narkose stehen die Patienten am gleichen Tag häufiger unter Einfluss von Nachwirkungen durch die Narkosemedikamente. Dadurch kann es zu Zuckungen oder Ruderbewegungen der Gliedmaßen kommen, aber auch Lautäußerungen wie Heulen oder Wimmern können beobachtet werden. Diese möglichen Nebenwirkungen der verwendeten Narkosemittel sind von Patient zu Patient sehr unterschiedlich ausgeprägt. Eine Abschätzung zur die Empfindlichkeit gegenüber der Medikamente ist vor der Narkoseeinleitung leider nicht möglich. Diese Nachwirkungen können noch mehrere Stunden nach der Narkose anhalten. Auch leicht torkeliger oder schwankender Gang bis zu 20 Stunden nach Beendigung der Narkose kann auftreten.
Bitte verwechseln Sie diese Reaktionen nicht mit Schmerzäußerungen des Patienten. Unsere Narkosepatienten erhalten regelmäßig vor und nach der Narkose zusätzliche Schmerzmittel zum besseren Überstehen des Eingriffes.
Noch ein Tipp: manchmal können Unruhe und Lautäußerungen bei Ihrem Patienten nach einer Narkose auch ein Hinweis für eine volle Blase sein. Bitte denken Sie daran, dass man auch ein noch leicht schläfriges Tier noch mal zum Gassi gehen bringen muss.
Legen Sie Ihr Tier nach Abholung zu Hause in einem normal geheizten Zimmer mit einer Decke auf den Fußboden. Bitte auf keinen Fall erhöht auf dem Sofa oder Bett liegen lassen. Bieten Sie ca. 6 Stunden nach der Narkose Wasser in kleinen Mengen an.
Wann Ihr Liebling seine nächste Mahlzeit bekommen kann, wird Ihnen bei der Abholung mitgeteilt. Grundsätzlich sollten Sie aber nach dem Eingriff die Futterration in kleinere Portionen aufteilen und leicht verdaulich halten, z. Bsp. Nudeln oder Reis mit Hüttenkäse und gekochtem mageren Fleisch oder Dosenfutter für Hunde, Senior-Dosenfutter bei Katzen. Außerdem bietet die Futtermittelindustrie spezielle Packungen für die Fütterung von operierten Tieren an. Bei Interesse fragen Sie uns danach.
Die Operationswunde sollte bei Hunden nach Möglichkeit ein- bis zwei Mal täglich gepudert werden. Bei angelegten Verbänden (Gliedmaße, Schwanz) reicht Pudern beim Verbandswechsel nach 2-3 Tagen. Pfoten- und Schwanzverbände müssen unbedingt beim Gassi gehen durch Plastiktüten und darüber gezogene Socken oder spezielle Hundeschuhe vor Nässe geschützt werden. Durchweichte Verbände müssen zügig gewechselt werden.
Hindern Sie das Tier auf jeden Fall am Belecken der Operationsnaht durch Bauchverband, Operationshemd, Hose, Maulkorb oder Halskragen. Führern Sie den Patienten am Tag nach der Operation nur kurz zum Entleeren 3-4 x tgl. angeleint ins Freie. Bitte bei Bauchraum- oder Brustraumoperationen die Hunde nicht springen lassen bis zum Fäden ziehen. Kleine Hunde an Treppen bitte tragen.
Patienten mit Operationen an Gelenken und Knochen bitte für 4-6 Wochen beim Spazierengehen an der Leine ausführen und keinesfalls rennen oder springen lassen.
Freilaufende Katzen haben nach operativen Eingriffen für mehrere Tage Hausarrest.
Bei auffälligen Störungen wie Erbrechen, Appetitlosigkeit, Husten, Harnverhalten, beschleunigte Atmung nehmen Sie bitte unverzüglich Rücksprache mit unserer Praxis! |