- Vögel leben mit einer strengen Hackordnung. Um diese Rangordnung aufrecht zu erhalten, überspielen Vögel evtl. Krankheitssymptome so lange wie möglich. Zeigt ein Vogel ernstzunehmenden Krankheitssymptome wie gestörte Futteraufnahme, Plustern, vermehrte Schläfrigkeit, Verlust der Stimme, veränderte Kotausscheidungen oder ähnliches, so liegt eine ernstzunehmende Erkrankung vor! Nur eine rasche Vorstellung beim Tierarzt gibt hier gute Heilungschancen. Ein zu langes Abwarten (leider oft bis der Vogel nur noch am Käfigboden sitzt) reduziert den möglichen Erfolg einer Behandlung erheblich oder macht ihn gar unmöglich. Bitte reinigen Sie Ihren Käfig 24 Stunden vor einem geplanten Tierarztbesuch nicht mehr!
- Vögel scheiden Kot, Urin und Harnsäure gemeinsam aus. Die normale Kotfarbe kann je nach Futter von Grün über Rot nach Braun wechseln. Im Normalfall wird nur wenig Urin ausgeschieden und die Harnsäure als weißer Anteil dem Kot beigegeben.
- Kranke Tiere zeigen nicht selten:
- eine längerfristige erhöhte Wasserausscheidung (Flüssigkeitssee um geformtes Kotwürstchen)
- Durchfall (ungeformter matschiger Kot)
- verfärbte Harnsäure (gelb oder grün statt reinweiß)
- sichtbare Spuren von Blut oder Schleim
- unverdaute Körnerbestandteile im Kot
- schmatzende Geräusche beim Kotabsatz
- Jeglicher unangenehme Geruch von Papageienkot ist ein Hinweis auf eine mögliche Erkrankung.
- Großpapageien neigen in unseren klimatischen Verhältnissen sehr häufig zu Infektionen mit Schimmelpilzen. Als Quelle kommen hauptsächlich mit Pilzen kontaminierte ölhaltige Saaten in den Körnermischungen in Frage. Verzichten Sie auf ungeschälte Nüsse in der Nahrung, verwenden Sie ein Desinfektionsmittel gegen Pilzbefall (Monoprop®) für die Körnermischung und sorgen Sie für eine ausgewogene Ernährung mit genügend Vitaminen.
- Kalzium ist für Graupapageien sehr wichtig. Sepiaschalen (mit glatter Hälfte zum Käfiggitter), Kalkgrittsteine oder Kalziumpulver (Vitakalk®) müssen im Käfig ständig zur Verfügung stehen. Einstreu aus einem Gemisch mit Sand und Muschelkalk sollte wegen der Verschmutzung mit eigenem Kot nicht verwendet werden.
- Sand als Käfigeinstreu ist weniger gut geeignet, da eine ordentliche Beurteilung des abgesetzten Kotes erschwert wird.
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