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Steckbriefe
Graupapageien | Vorsorge | Besonderheiten | Haltung | Fütterung | Literatur
Haltung
  • Großpapageien sind sozial sehr hoch stehende Lebewesen, die ausgesprochen intelligent, neugierig und aufmerksam sind. Sie leben als Paar monogam zusammen. Sie benötigen ständigen Kontakt und Unterhaltung. Nicht selten fangen psychisch und sozial unterforderte Tier mit stereotypen Verhaltensauffälligkeiten an oder neigen zum Rupfen/Federfressen. Menschen können artspezifisches Verhalten nicht nachahmen und einen fehlenden Partner nicht ersetzen. Eine Einzelhaltung von Papageien ist abzulehnen!!
  • Handaufzuchten sind auf den Menschen fehl geprägt. Sie sind ausgesprochen zahm, was viele Besitzer als sehr angenehm empfinden, zeigen aber oft aggressives Verhalten gegenüber Artgenossen und lassen sich nicht mehr mit anderen Papageien vergesellschaften. Auch hier gibt es eine besonders hohe Zahl von Federrupfern oder Federfressern. Die Tiere benötigen mehrere Stunden täglich eine intensive Zuwendung, sonst verkümmern sie.
  • Käfig mit einer Grundfläche von mindestens 150 x 60x 150 cm (besser 200 x 100 x 200cm), mit Versteckmöglichkeiten und einer vielfältigen Einrichtung aus Seilen, Ästen, Kartons, Stofflappen und vieles mehr. Die Drahtstärke der Gitterstäbe (am besten aus Messinglegierungen oder Edelstahl) sollte ausreichend sein (2-3mm);
  • Achtung: alle verzinkten und bleihaltigen Metalle führen bei Aufnahme durch Papageien zu schweren, oft tödlich verlaufenden Vergiftungen. Auf Grund der weichen Struktur werden diese Metalle gerne benagt. Stecknadelspitzgroße Teilchen sind bereits eine tödliche Dosis.
  • Standort an einem hellen, ruhigen Ort
  • Sitzstangen sollten aus Naturhölzern bestehen und wechselnde Durchmesser haben, Dicke von 2-5cm.
  • Als Holzarten sind Weide, Haselnuss, Buche, nicht behandelte Obstbaumarten, Eberesche (gerne mit reifen Früchten) gut geeignet. Die Rinde sollte belassen werden. Nicht geeignet sind Nadelhölzer
  • Die ideale Temperatur ist tagsüber 18-27 Grad, nachts über 15 Grad. In Freivolieren mit beheizten Schutzräumen können die Temperaturen auch etwas tiefer liegen.
  • Papageien sollten regelmäßig kontrollierten Freigang erhalten, in der Regel mehrere Stunden am Tag. Ersatzweise ist auch die Haltung in einer Freivoliere möglich.
  • Luftfeuchtigkeit: Sie sollte etwa bei 55-65% in der Wohnung liegen. Besonders im Winter führt die zu trockene Heizungsluft zu Atemwegserkrankungen. Stellen sie genügend Wasserverdunstungsschalen oder einen Zimmerbrunnen auf. Gute Dienste leistet auch ein größeres Zyperngras (Papyrus) in Käfignähe. Nehmen Sie zahme Papageien mit zum Duschen oder besprühen Sie die Tiere regelmäßig (Vorsicht: Blumensprüher verkeimen leicht und sollten alle 3 Wochen mit verdünntem Essigwasser ausgewaschen werden). Auch Wasser gefüllte Schalen zum Baden sollten angeboten werden.