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Steckbriefe
Wellensittich | Vorsorge | Besonderheiten | Haltung | Fütterung | Literatur
Haltung

  • Wellensittiche sind im Allgemeinen robuste Tiere. An ihre Pflege und Haltung werden keine besonderen Ansprüche gestellt.
  • Sie sind sehr soziale Tiere und dürfen nur paarweise oder auch in kleinen Schwärmen gehalten werden. Eine Einzelhaltung von Wellensittichen ist abzulehnen.
  • Die kleinen Kerlchen sind kontaktfreudig, intelligent und können ausgesprochen lustige Familienmitglieder sein. Für ihre treusorgenden Besitzer sind sie trotz ihres finanziell geringen Wertes ebenso wichtig wie ein teurer und edler Großpapagei!
  • Käfig mit einer Grundfläche von mindestens 120 x 60x 100 cm für 2-4 Vögel ist erforderlich. Versteckmöglichkeiten und einer vielfältigen Einrichtung aus kleinen Stricken, Ästen, Kartons, Stofflappen und vieles mehr. Bitte überladen Sie den Käfig nicht mit sinnlosem Spielzeug (vor allem Plastikvögeln als Partnerersatz und Spiegel sind völlig unpassend) aus den Zoogeschäften.
  • Achtung: alle verzinkten und bleihaltigen Metalle führen bei Aufnahme durch Sittiche zu schweren, oft tödlich verlaufenden Vergiftungen. Auf Grund der weichen Struktur werden diese Metalle gerne benagt. Stecknadelspitzgroße Teilchen sind bereits eine tödliche Dosis. Hauptquelle zur Aufnahme ist der tägliche Freiflug in der Wohnung.
  • Standort an einem hellen, ruhigen Ort
  • Sitzstangen sollten aus Naturhölzern bestehen und wechselnde Durchmesser haben, Dicke von 1-2 cm.
  • Die Tiere müssen ihrem Nagebedürfnis Rechnung tragen können: Als Holzarten sind Weide, Haselnuss, Buche, nicht behandelte Obstbaumarten, Eberesche (gerne mit reifen Früchten) gut geeignet. Die Rinde sollte belassen werden. Nicht geeignet sind Nadelhölzer
  • Die ideale Temperatur ist tagsüber 18-25 Grad, nachts über 12 Grad. In Freivolieren mit beheizten Schutzräumen können die Temperaturen auch etwas tiefer liegen.
  • Sittiche sollten regelmäßig kontrollierten Freiflug erhalten, in der Regel mehrere Stunden am Tag. Ersatzweise ist auch die Haltung in einer Freivoliere möglich. Die eigentliche Voliere wird eher als Fress- und Schlafhaus benutzt.
  • Luftfeuchtigkeit: Sie sollte etwa bei 55-60% in der Wohnung liegen. Besonders im Winter führt die zu trockene Heizungsluft zu Atemwegserkrankungen. Stellen sie genügend Wasserverdunstungsschalen oder einen Zimmerbrunnen auf. Gute Dienste leistet auch ein größeres Zyperngras (Papyrus) in Käfignähe. Auch Wasser gefüllte Schalen zum Baden sollten angeboten werden.