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Steckbriefe
Degu | Literatur | Vorsorge | Besonderheiten | Haltung | Fütterung
Besonderheiten

  • Degus besitzen ähnlich den Echsen an ihrem Quastenschwanz eine Sollbruchstelle: bei einem zu festen Griff löst sich die Schwanzhaut an einer vorgegebenen Stelle ab. Vermutlich aus Juckreiz beißt sich das Tier dann die restlichen knöchernen Bestandteile ab. Der Schwanz wächst nicht mehr nach!
  • Degus hören, riechen und sehen sehr gut. Tasthaare gibt es neben der Schnauze noch am ganzen Körper verteilt (Sie dienen vermutlich der Orientierung bei der Grabetätigkeit)
  • Ihre Heimat sind die den mittleren Höhenlagen der Anden bis etwa 1200 Höhenmeter. Sie zeigen ein ausgeprägtes Sozialverhalten und leben in selbst gegrabenen Erdhöhlen in Familienclans mit bis zu 10 Tieren zusammen. Wenn mehrere Weibchen in die gleiche Erdhöhle werfen, werden die Jungen unterschiedslos von den verschiedenen Müttern betreut.
  • Die Tiere markieren regelmäßig ihr Territorium mit Urin (incl. dem Sandbad), deshalb muss die Käfigeinrichtung regelmäßig gesäubert und erneuert werden.
  • Sie haben ein breites Repertoire an Lautäußerungen, wobei lang anhaltende grelle Pfiffe eine absolute Unzufriedenheit mit ihrer Umgebung anzeigen.
  • Männchen können sich in Käfighaltung bei ihren Kampfritualen wegen der fehlenden Fluchtmöglichkeiten sogar zu Tode beißen. Gegenseitiges Aufreiten der Tiere gehört zu besonderen Freundschaftgesten. Der Rücken des unteren Tieres wird dann beknabbert. Das Geschlecht ist dabei ohne Belang – im Gegensatz zum Aufreiten beim Paarungsverhalten.
  • Die Zähne wachsen beim Degu ständig nach und werden beim Kauen und Nagen der Nahrung fortlaufend abgenutzt.
  • Die Schneidezähne werden mit einer gelben Schmelzschicht zusätzlich gehärtet, die die Widerstandsfähigkeit der Zähne noch Mals erhöht
  • Die Tiere sind reine Vegetarier und benötigen ein nährstoffarmes, sehr rohfaserreiches Futterangebot
  • Degus neigen vermutlich aus erblichen Faktoren und Begünstigung durch Überangebot an Nährstoffen (zu leicht verdauliche oder zu fette Nahrung) zu einem gehäuften Auftreten an Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und zu einer Trübung der Linse im Auge (Katarakt oder Grauer Star).